Sali und Schröcki bei der Fanclub-Weihnachtsfeier in Sinsheim-Rohrbach

Dienstag, 4. Dezember 2012

Mit Spezialitäten aus der Heimat verwöhnt: Der 1899-Fanclub „FUSSBALLFREUNDE BLAU-WEISS“ aus Sinsheim-Rohrbach, veranstaltete am 04. Dezember in seinem Vereinslokal seine jährliche Mitgliederversammlung mit anschließender Weihnachtsfeier. Fanclubvorsitzender Jürgen Bauer zeigte sich erfreut, dass von den aktuell 180 Fanclubmitgliedern 60 Personen anwesend waren und einige unterhaltsame, gesellige, aber auch informative Stunden verbringen konnten. Höhepunkt der vorweihnachtlichen Feier war der Besuch der 1899-Profis Sejad Salihovic und Stephan Schröck, begleitet vom Fanclubkoordinator und Stadionmoderator Mike Diehl. Nachdem seit der Fanclubgründung vor vier Jahren bereits Präsident Peter Hofmann, die Geschäftsführer Frank Briel, Jochen A. Rotthaus und Alexander Waldi sowie die Manager Ernst Tanner und Andreas Müller samt Pressesprecher Holger Tromp in Rohr-bach/S. bei verschiedenen Podiumsdiskussionen zu Gast waren, war dies nun der erste Besuch von Profi-Spielern.

Die Gäste wurden zunächst musikalisch mit flotter Einlaufmusik und anschließendem live gesungenem Fan-clublied begrüßt. Nach einer kurzen persönlichen Vorstellung durch den Fanclubvorsitzenden, konnten die Anwesenden Fragen an die drei Hoffenheimer Gäste richten.

Im Dialog mit den Fans berichteten Salihovic und Schröck über die aktuelle Situation der Mannschaft nach der Trainerentlassung von Markus Babbel und wie sie hiervon in Kenntnis gesetzt wurden.

Der Besuch der Mannschaft bei der TSG-Mitgliederversammlung am Abend nach der Trainerentlassung war für „Sali“ nichts Besonderes: „Schon zu meiner früheren Zeit in Berlin zählten Besuche bei Mitgliederversammlungen zur Selbstverständlichkeit.“

Auch die Besuche von Spielern bei Weihnachtsfeiern gehört für „Schröcki“, der zuvor elf Jahre bei der SpVgg Greuther Fürth unter Vertrag stand, zum guten Miteinander zwischen Fans und Spielern. „Bei anderen Vereinen wird das schon seit Jahren sehr positiv praktiziert und deshalb finden wir es toll, dass es nun auch seit diesem Jahr hier in Hoffenheim so gehandhabt wird.“

In Bezug auf die weitere sportliche Situation machte Sali deutlich, „dass der Mannschaft der Ernst der Lage bewusst ist und das einzig realistische Ziel deshalb nur Klassenerhalt heißen kann“.

Schröck appellierte in dieser schwierigen Situation an die Fans: „Das Team benötigt gerade jetzt die volle Unterstützung der Fans und der Region. Der ganze Kraichgau muss hinter der TSG stehen.“

Salihovic, seit 2006 bei der TSG unter Vertrag und mit 177 Pflichtspieleinsätzen dienstältester Spieler, wurde auf die Pfiffe der letzten Zeit bei den Heimspiele angesprochen. „Pfiffe nach Rückpässen sind für die junge Mannschaft Gift. Sie lähmen eher anstatt zu beflügeln. Gerade jetzt ist es wichtig, der Mannschaft voll und ganz den Rücken zu stärken, auch wenn es in der einen oder anderen Spielsituation verständlicherweise schwierig ist“, gab der bosnische Nationalspieler zu verstehen.

Diehl sah in der derzeitigen, ungewohnten Situation auch einen Vorteil: „Wir waren noch nie in so einer Lage. In den vergangenen Jahren ging es bis zur Herbstmeisterschaft nur steil bergauf. Wenn wir jetzt da gut raus kom-men, und davon gehe ich mit felsenfester Überzeugung aus, werden wir gestärkt in die Zukunft blicken können.“ Natürlich kam auch die Situation um den schwerkranken Boris Vukcevic zur Sprache. Für Stefan Schröck ist der Unfall von Boris immer noch ein tägliches Thema. Schröcki: „Der Platz neben mir in der Spielerkabine ist immer noch leer. Boris ist bei uns allen allgegenwärtig. Wir denken sehr oft an ihn.“

Nachdem die wichtigsten Fragen zwischen Spielern und Fans besprochen waren, ging es zum gemütlichen Teil, dem Abendessen, über. Für die Spieler zauberte die Clubhauswirtin, Jerina Radic, die mit ihrer Familie aus der unmittelbaren Nähe von Salis Heimatort in Bosnien stammt, leckere Spezialitäten ihrer Heimat auf den Tisch. Sejad, Stephan und Mike waren hiervon sehr angetan und ließen es sich entsprechend schmecken. Ob sich diese Stärkung auch leistungsfördernd auf die beiden Spieler für die nächsten schweren Aufgaben auswirkt, wird sich zeigen.

Bevor sich die Spieler zu später Stunde auf den Heimweg machten, wurden sie zu Fanclub-Ehrenmitgliedern der Rohrbacher „FUSSBALLFREUNDE BLAU-WEISS“ ernannt. Neben einer speziellen Mitgliedskarte gab es noch verschiedene Erinnerungsgeschenke.