Braunschweig-Ausflug mit bitterer Niederlage

Samstag, 4. Januar 2014

Samstagmorgen und ich frag mich, warum der Wecker schon klingelt. Frag ich mich das wirklich? Nein! Im Halbschlaf träume ich eher von einem gemütlichen Tagesausflug mit der Familie, einem leckeren Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt und 3 zusätzlichen Punkten auf dem Konto der TSG.
Kurz nach 6 werden die noch warmen Brötchen beim Bäcker gekauft. Zu Hause für die Fahrt lecker belegt und schon geht es los. Um halb 7 fahren wir bei der RNA auf die Autobahn. Nicht ahnend, was wir heute erleben werden, aber in freudiger Erwartung. Genau das ist es, was eine Auswärtsfahrt ausmacht!
 

Bis Kassel verläuft die Fahrt unproblematisch. Doch kurz vor Göttingen mehr stop, als go! Das kostet nicht nur Zeit (70 Minuten!), auch Geduld! Und so sehe ich meine Chancen auf den Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt schon schwinden. Als wir endlich an Stadion sind haben die Kassenhäuschen schon geöffnet. Wir fahren trotzdem noch mit der Straßenbahn in die Stadt. Schließlich soll der Braunschweiger Weihnachtsmarkt zu den schönsten in Norddeutschland zählen. Was sich dann auch bewahrheitet. Schöne kleine Buden mit vielen Leckereien, für Augen und Gaumen. Nur die Zeit drängt und die Schlangen an den Ständen führen dazu, dass es bei den optischen Genüssen bleibt. Glühwein war schon mal nix. Also steigen wir frohgemut am Rathaus in Straßenbahn zum Stadion, um uns wenigstens die 3 Punkte abzuholen.

Der Block war ziemlich voll. Über 1000 stimmungsvolle Hoffefans machten nicht nur mir einer gelungen Chore beim einlaufen auf sich aufmerksam, sondern unterstützen die Mannschaft auch das ganze Spiel über leidenschaftlich. Leider ließen unsere Jungs genau diese Leidenschaft vom Anpfiff an vermissen. Man lies sich von einem kampfstarken Gegner überrumpeln und fand nicht richtig ins Spiel. Das wurde auch nach einem regulären Tor, das (zum Glück) nicht gegeben wurde und nach einem Elfmeter (der keiner war), der zum 1 zu 0 führte, nicht besser.

Auch der Schiedsrichter agierte äußerst unglücklich und war nicht auf unserer Seite. Aber das hatten wir in der Vorrunde schon 16 Mal. Und es soll mir jetzt keiner kommen, dass sich Glück und Pech im Lauf einer Saison ausgleichen würden. Uns wurden auf diese Weise in der Vorrunde 10 Punkte geklaut. In Braunschweig mindestens einer, wenn nicht sogar 3! Nicht nur die 2 klaren Elfer, die uns versagt wurden, auch das überharte Spiel der Gastgeber wurde vom Mann in schwarz ungenügend geahndet. Ich hätte mir das eine oder andere Mal schon gewünscht, dass unsere Spieler mehr geschützt würden.
 
Die 2. Hälfte war aus unserer Sicht viel besser. Der Ball lief in unseren Reihen und es wurde viel leidenschaftlicher agiert. Der Gegner stellt nach der 50. Minute das spielen vollständig ein und stellte sich hinten rein. Gegen diesen Braunschweiger Beton fand die TSG an diesem Tag leider kein Mittel. Die Mitte war dicht, über Außen kam kaum etwas und dann fehlte im Abschluss das Glück oder der Schiedsrichter stellt sich schützend vor das Heimteam.
 
Den Schiedsrichter als alleinigen Sündenbock hinzustellen wäre aber trotzdem nicht angebracht. Wenn man nicht mit der gleichen Einstellung wie gegen die übermächtigen Gegner aus München, Dortmund oder Leverkusen auf den Platz geht, dann verliert man auch mal beim Tabellenletzten. Leider war das beim letzten Spiel 2013 der Fall.
 
So war auch der zweite morgendliche Wunsch nicht in Erfüllung gegangen. Aber ein schöner Tagesausflug war es trotzdem, der nach 16 Stunden und 930 km dort wieder endete, wo er angefangen hatte: Zu Hause!
 
Bleiben noch die Wünsche für die Feiertage! Ein gutes, erfolgreiches 2014 für Euch, Eure Familie, Freunde, Bekannten sowie die TSG Hoffenheim

Familie Andreas Schüle